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Peter Binzberger

Der Autor

 

Der Autor als "Max" in "Die Flucht westwärts", 1944

Zum Autor

In der multiethnischen Kreisstadt Kikinda, im nördlichen Banat, in Serbiens Autonomer Pro- vinz Vojvodina, wurde Peter Binzberger 1925 geboren. Die Nachbarschaft von 15000 Ser- ben, 6500 Donauschwaben, 5000 Ungarn, 500 Juden, 500 Roma und mehreren hundert Men- schen sonstiger Ethnien, vorwiegend aus dem Zarenreich geflohene Russen, beeinflussten neben den deutschen Eltern, der deutsch- ungarischen katholischen Kirche, der deut- schen Volksschule, dem serbischen Gymnasium und der deutschen Lehrer-bildungsanstalt das Denken des jungen Binzberger bis 1944 und prägte sein Verhalten im gesamten weiteren Leben.

Die im Ersten Weltkrieg eskalierten Natio- nalismen und die danach aufflammenden Ideo- logien vergifteten das friedliche Zusammen- leben der Menschen im multikulturellen Sied- lungsgebiet. Beim Einzug der Roten Armee in seine Heimat floh Binzberger 1944 nach Westen. Dadurch entkam er den Todeslagern des Tito-Regimes und dem Genozid an den Deutschen in Jugoslawien.

Sein Studium der Wirtschafts-, Staats- und Gesellschaftswissenschaften schloss er mit der Dissertation „Die Ausweisung der Volksdeut- schen aus dem Donau-Karpaten-Raum“ ab.

Die erneuten gegenseitigen Massaker und Vertreibungen der Ethnien im zerfallenden Tito-Jugoslawien nach 1990 veranlassten Binzberger, zur Befriedung und Verständigung der Volksstämme beizutragen. Gekrönt wurde sein humanistisch-kulturgeprägtes Wirken 2002 mit der Errichtung einer Gedenkstätte für die 1944-48 ermordeten Donauschwaben in seinem Geburtsort Kikinda.